Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen

von Fabian 16. Juli 2020   Mindset
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Krafttraining für Kinder und Jugendliche

Lange Zeit galt Krafttraining erst ab dem Erwachsenenalter für sinnvoll und vor dem 16./18. Lebensjahr wurde es sogar als schädlich eingestuft.

 Heute wissen wir es aber besser:
Training und vor allem auch verschiedene Arten von Bewegung (Ballsportarten, Klettern, Schwimmen, Laufen usw.) wirken sich sehr positiv für die Entwicklung des Körpers aus.

Das Training für Kinder und Jugendliche sollte sich natürlich von dem der Erwachsenen unterscheide aber dazu später mehr. Zuerst möchte ich nochmals die Wichtigkeit von Bewegung und Training für Kinder unterstreichen.
Studien zeigen, dass in den letzten Jahren die Leistungsfähigkeit bei Kindern signifikant gesunken und Übergewicht und Haltungsschäden signifikant gestiegen sind.

Zurückzuführen sind diese Fakten hauptsächlich auf die Entwicklung des Alltages der Kinder.
Sie sitzen viel, bewegen sich kaum (Schule, PC, Videospiele, Handy) und ernähren sich unausgewogen und sehr kalorienreich.

Dies sollte uns dazu bewegen unsere Kinder vermehrt für Sport, Bewegung und Ernährung zu begeistern und sie schon früh damit in Kontakt bringen.

Wenn es darum geht mit Kindern zu trainieren sind primär folgende Dinge wichtig:

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Haltungsschäden vorbeugen und ausbessern.
Durch die Wachstumsschübe, mangelnde Bewegung, zu lange sitzende und schlechte Haltung können sich im Kindes- und Jugendalter Haltungsschäden entwickeln, welche es durch funktionelles Training auszugleichen bzw. vorzubeugen gilt.

Basis schaffen
Kinder können einen relativen Kraftzuwachs von bis zu 30% erreichen. Muskelmasse hingegen bildet sich erst im Jugendalter (Testosteron) aus.
Dies sollten jedoch bei Kindern nicht unbedingt die primären Ziele des Krafttrainings sein.
Bei Kindern geht es darum frühzeitig alle grundlegenden Bewegungsmuster (Heben, Tragen, Laufen, Klettern, Springen, Schieben, Ziehen,…) zu erlernen und zu verinnerlichen.
Durch funktionelles Training schaffen Kinder eine gute Basis, welche eine korrekte Haltung beim Wachstum unterstützt und ideale Voraussetzungen für das Training aber auch ein verletzungs- und schmerzfreies Leben bietet.  

Professionelle Betreuung
Bei Kindern und Jugendlichen ist wie auch bei Erwachsenen beim Training immer Vorsicht geboten. Das Prinzip „du sollt dich zuerst richtig und dann erst oft bewegen“ steht an oberster Stelle. Die natürlichen Funktionen des Körpers müssen berücksichtig und das Trainingsgewicht an die Person angepasst werden.
Um Fehler und Verletzungen vorzubeugen ist wie bei jeder Altersgruppe die Betreuung eines Coaches empfehlenswert.

Variation
Wie auch beim Krafttraining gilt für Kinder generell das Gebot so viel wie möglich zu variieren. Kinder sollten viele verschiedene Sportarten ausprobieren und sich nicht einseitig bewegen. Eine hohe Variabilität ist essentiell für die Entwicklung einer guten motorischen Kontrolle und hilft auch wieder dabei Asymmetrien und Dysbalancen vorzubeugen.

Auch wir trainieren bereits seit Jahren mit Kindern und Jugendlichen und haben dabei ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Egal ob in Konditionstrainingsgruppen, als Mitglieder in unseren Fitnessstudios oder im Personaltraining. Wir halten uns an die oben genannten Prinzipien und sehen dadurch auch bei Kindern und Jugendlichen sehr große Fortschritte und vor allem Freude an Bewegung.

Mich persönlich freut es immer sehr, wenn ich die Möglichkeit erhalte Kinder zu betreuen. Das Wissen einen Menschen für sein gesamtes Leben positiv zu beeinflussen und die Dankbarkeit, welche ich von den Kindern und Jugendlichen für meine Coachings erhalte, erfüllt mich jedes Mal mit Dankbarkeit.

LG Coach Fabi

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