Dein Spiegelbild

von Fabian 04. November 2019   Mindset
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Dein Spiegelbild

Dein wahres Spiegelbild siehst du nicht (nur) im Spiegel.

Jeder kennt diese „ich steh vor dem Spiegel“ Situation: Zähneputzen, schminken, frisieren, anziehen, den Körper begutachten, … es gibt viele Gründe vor dem Spiegel zu stehen. In diesen Fällen ist der Spiegel Mittel zum Zweck und zeigt dir auch meistens das wahre Spiegelbild von dir.

Im Leben stehen wir jedoch viel öfter vor einem „Spiegel“ als uns klar ist. Wahrscheinlich sogar tagtäglich, wahrscheinlich auch gerade jetzt beim Lesen dieser Zeilen.
Ganz oft spiegeln wir uns in Situationen oder andere Personen. Wir sehen uns selbst, wenn wir z.B. ein Kind beobachten und denken daran, wie wir früher waren.

Solche Spiegel können verschiedene Mechanismen und Aktionen auslösen:
Mechanismen:
-Projektion: Wir sehen uns selbst in anderen, wenn die Person z.B. dieselben Fehler macht wie wir bereits gemacht haben.
-Übertragung: Wir sehen eine uns bekannte Person im „Spiegel“ z.B. unsere Eltern, Freunde, Chef, ect.

-Abwehr: Wir sehen etwas, das wir nicht (mehr) tolerieren, etwas wogegen wir uns wehren

-Mangel: Das Gesehene (z.B. teures Auto, erbrachte Leistung, …) weckt in uns Sehnsucht und wir werden neidisch.

Der letzte Mechanismus ist wohl der bekannteste. Wenn wir ehrlich sind hatte jeder von uns mindestens einmal im Leben so eine Situation: Beispiel: Wir treffen beim Klassentreffen alte Studienkollegen und jeder erzählt von seinem Leben. Einer der einst Gleichgesinnten hat viel Erfolg im Beruf, erzählt von seiner erfüllten Ehe oder von den sportlichen Leistungen seiner letzten Jahre. Diese Person hält uns mit seinem Dasein, seinen Aktionen und seinen Handlungen einen Spiegel vors Gesicht.  Wir erinnern uns vielleicht daran, dass auch wir früher dieselben Ziele und dieselbe Ausgangslage hatten, jedoch hat er*sie es „geschafft“ und wir nicht…

Und jetzt kommen wir zu den Aktionen welche solch eine „Spiegelsituation“ auslösen kann, um mit besagten Situationen umzugehen.
1. Urteile über deinen Nächsten oder 2. Untersuche dich, deine Einstellung und deine Werte.  

Wie hast du bei deiner letzten „Spiegel-Situation“ gehandelt?
Warst du neidisch und hast ge/verurteilt? Oder hast du dich gefragt, wieso du Neid empfindest und was du dafür tun kannst/willst, um bei der nächsten Situation für dich selbst besser abzuschneiden und besten falls nicht mehr „gespiegelt“ zu werden?

Der einfachere Weg ist sicherlich über den anderen zu urteilen, von seinem unmenschlichen Glück zu sprechen und z.B. seinen beruflichen Erfolg nur auf das Geld seiner Eltern zu schieben.
Ich denke der bessere Weg wäre sich selber zu hinterfragen. Wieso löst diese Situation in mir Neid aus?  Welche Werte habe ich, dass ich mich auch nach, wie in diesem Falle, beruflichen Erfolg sehne? Wieso habe ich selbst keine „Erfolg“ (nicht zu vergessen, dass Erfolg in diesem Falle sehr subjektiv ist)?  Und wenn ich für mich herausgefunden haben, das „Erfolg“ sehr wichtig in meinem Leben ist und ich ihn wirklich will, sollte ich mich das Wichtigst auch noch fragen: Was muss ich dafür tun um die notwendigen Veränderungen für Erfolg in die Wege zu leiten? Anderer Job? Anderes Umfeld? Andere Gewohnheiten? Was hindert mich? Usw.

Es muss natürlich nicht immer Neid sein, der ausgelöst wird und auch nicht nur der Erfolg des anderen bei mir triggern, wie in diesem Beispiel.
Wichtig ist die Chance in jeder „Spiegelsituation“ zu sehen. Wenn ich frage, warum genau dieses Gefühl bei mir jetzt hochkommt, dann höre ich auf mein Unterbewusstsein, das versucht mir etwas zu sagen. Suche ich nach meiner Antwort, dann ist das eine super Möglichkeit an mir selber zu arbeiten.

Liebe Grüße
Coach Fabi

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