Aus Schwächen Stärken machen! Wie funktionelles Training mein Leben verändert...

05. Oktober 2017
Erfahrungen, Training
Coaching, Functional Training, Motivation

Hantelscheibe um Hantelscheibe packte ich die Gewichte auf die Langhantel… Ganz nach dem Motto: „Viel hilft viel“ habe ich trainiert. Hauptsache Bankdrücken, Kreuzheben und ein paar Bizeps curls und das am besten an 6 Tagen in der Woche… „Geil oder?!“ „Ja klar!“:P
Genau dies war meine Einstellung als ich vor jetzt schon über 8 Jahren mit dem Krafttraining begonnen habe.

Alles begann ganz unschuldig als ich nach einer Knieverletzung (Fußball) für die Reha ins Fitnessstudio geschickt wurde. Dort bekam ich neben stabilisierenden und kräftigenden Übungen für die Beinmuskulatur auch klassische Übungen vorgezeigt.
Ich begann mit meinem Training und bereits nach kurzer Zeit hatte ich meine Reha Maßnahmen über Bord geworfen und es ging nur noch um Kraft und Masse!

"Wer braucht schon Beweglichkeits- und Gleichgewichtstraining? Ich bin Jung, das schaffe ich alles mit viel Kraft, easy!" Und ich behielt recht… es war easy. Ich legte viel an Kraft und Masse zu, war für mein Alter überdurchschnittlich gut… Fühlte mich geil!
Machte es Spaß? Ja!
Habe ich es gern gemacht? Ja!
Würde ich es wieder so machen? Auf keinen Fall!!!

Wie jetzt??? Viel Kraft, viel Masse, viel Spaß und ich würde es nicht mehr so machen?!

Richtig, bis auf den Spaß würde ich (fast) alles was ich in meinen ersten Trainingsjahren gemacht habe verändern, weglassen oder umstellen…
Was war "falsch"?
Ich habe Übungen gemacht, obwohl ich die Technik dazu noch nicht hatte; ich habe Gewichte bewegt, für welche mein Körper noch nicht bereit war; ich habe versucht ein Haus (meinen Körper) aufzubauen, ohne eine solide, stabile und bewegliche Basis dafür zu schaffen!
Obwohl damals alles gut zu sein schien, spüre ich bis heute die Folgen meines Trainings, mittlerweile habe ich jedoch gelernt damit umzugehen:

Ich bin schon seit einigen Jahren dabei, durch funktionelles, also auf mich und meine Bedürfnisse zugeschnittenes Training, meine Dysfunktionen und Einschränkungen welche ich durch das "falsche" und übertriebene Training erhalten habe zu korrigieren und endlich das Training anzuwenden welches zu mir passt.

Wie kam es dazu?
Durch mein Studium und verschiedene Ausbildungen sowie dem Kontakt mit sehr guten Trainern habe ich mein Weltbild im Hinblick auf das Training komplett umgestellt und habe erkannt welche Prioritäten ich setzen muss, um meinen Körper nachhaltig zu verändern. Seitdem trainiere ich ganz nach dem Motto: „move well, move often“, das bedeute ich erarbeite mir zuerst die Kompetenz für eine Bewegung bevor ich diese oft ausübe. Dies hat nicht nur meine Körper sondern auch mich persönlich sehr verändert, ich habe meine Fehler erkannt und investiere nun viel Zeit um meine Schwächen in Stärken umzuwandeln, mit Erfolg wohlgemerkt ;)

Diese gewonnene Erkenntnis und Einsicht über meine falsche Herangehensweise versuche ich jetzt Tag für Tag bei meinen Personal- und Gruppentrainings weiterzugeben und habe dabei mittlerweile mehr Spaß und Freude als an meinen eigenen Trainings!! (wer mich kennt weiß was das bedeutet, denn ich lebe für meinen Sport) :)

Ich habe durch mein Training mein Leben verändert und jetzt habe ich das Glück, dass ich mit meiner Arbeit als Coach das Leben anderer verändern darf! <-- meine tägliche Motivation!

Coach Fabi