Kurkuma- das indische Gold

13. Februar 2018
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Kurkuma ist ein Gewürz, das aus dem getrockneten Wurzelstock der Kurkumapflanze gewonnen wird. Diese gehört zur Familie der Ingwergewächse und kommt ursprünglich aus Südostasien. Dort wird das Gewürz schon seit über 4.000 Jahren, sowohl traditionelles Heilmittel, als auch als Farbstoff eingesetzt. Die Araber brachten es im Mittelalter schließlich nach Europa. Seitdem findet es auch hier vermehrten Einsatz.

 

Heute ist es vor allem als Hauptzutat des Currypulvers bekannt. Immer häufiger wird es aber auch als eigenständiges Gewürz eingesetzt. Der Geruch von Kurkuma ist ingwerähnlich, jedoch etwas herber und bitterer. Es passt hervorragend zu orientalischen Reis- und Currygerichten, Eintöpfen und Gerichten mit Hülsenfrüchte.

 

Hauptbestandteil des Pulvers sind ätherische Öle und der gelbe Farbstoff Curcumin.

Diesem wird eine krebshemmende, antientzündliche, antioxidative und antidepressive Wirkung nachgesagt. In der alternativen Heilkunde wird es deshalb vor allem bei Verdauungsbeschwerden und zur Prävention von Zivilisationskrankheiten und Krebs eingesetzt.

 

Seit ca. 50 Jahren wird Kurkuma und dessen Wirkstoff Curcumin intensiv erforscht. Es gibt mittlerweile fast 4.000 Studien und einige geben Hinweis auf eine positive Wirkung zur Prävention vor entzündlichen Erkrankungen, Alzheimer und Krebs.

 

Die meisten Studien wurden jedoch unter schlechten Bedingungen durchgeführt und die Probandenzahlt war meist niedrig, deshalb ist die Studienlage nicht eindeutig und es gibt keinen gesicherten Hinweis auf die Wirksamkeit von Kurkuma. Außerdem beziehen sich die meisten Forschungsergebnisse nicht auf das Kurkumapulver an sich, sondern auf den isolierten Wirkstoff Curcumin.

 

Das Hauptproblem für die Wirksamkeit von Kurkumapulver ist, dass es in unserem Magen-Darmtrakt nur schlecht aufgenommen und zum Großteil unverändert ausgeschieden wird. Eine bessere Verfügbarkeit kann man zwar durch Pfeffer (wie es im Curry-Pulver der Fall ist) und durch die Zugabe von Fett (z.B. durch pflanzliche Öle) erzielen, dennoch ist nicht sicher wie viel tatsächlich aufgenommen wird und an den Wirkungsort gelangt.

 

Um den wünschenswerten Effekt auf die Gesundheit zu erzielen, arbeiten Forscher ständig an Methoden, um die Bioverfügbarkeit zu erhöhen. Es sind bereits einige standardisieren Kurkumapräparate auf dem Markt. Die Einnahme solcher Präparate als therapeutisches Mittel sollte auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden.

Durch eine sporadische Verwendung in der Küche, kann die benötigte Menge an Curcumin aufgrund der schlechten Resorption und Wasserlöslichkeit, wahrscheinlich nicht erreicht werden.

 

Meiner Meinung nach ist Kurkuma ein tolles Gewürz, das in keinem Haushalt fehlen sollte. Es peppt orientalisch angehauchte Rezepte geschmacklich und optisch auf und verleiht Currygerichten den letzten Schliff. Auch wenn der Effekt auf die Gesundheit nicht gesichert ist, kann es dennoch nicht schaden ab und zu in die Gewürzdose zu greifen, vorausgesetzt man ist geschmacklich davon überzeugt J

 

Die Forschungsarbeiten laufen und es bleibt spannend! Es gibt vielversprechende Ansätze, dass die potentielle Wirkung von Curcurmin, wenn nicht im Küchenregal, dann in Form eines Arzneimittels genutzt wird.

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